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Sommerurlaub Dez 2010, Teil 1: Kalahari

Obwohl ja wahrlich nicht unser erster Urlaub in SA, klappt es einfach nicht ohne reichlich Stress am Abend vorher. Wie bei allen Urlauben bisher, habe ich bis zum letzten Augenblick bei der Arbeit mehr zu tun als mir lieb ist, und es bleibt einfach zu wenig Zeit zum Packen.

Dafür setzt dann die Entspannung aber doch erfreulich schnell ein. Die Fahrt Richtung Upington durch die total leere „Mitte“ von Suedafrika würden viele wohl als langweilig bezeichnen. Uns gefällt das Gefühl von unendlicher Weite und die Fahrerei ist einfach unglaublich entspannt. Gute gerade Strassen ohne Personen oder Vieh und ohne Verkehr, so dass man mit fast 160 km/h entspannt daherrollen kann.

Unser erster Stopp nach fast 800 km in einem netten B+B in Prieska, einem typischen Karoo „Dorf“, ist gleich mal sehr schön. Überraschenderweise mit einem netten kleinen Restaurant mit River View und richtig gutem Essen. Und ich freue mich, dass ich meinen Schwimmgurt + Leine mitgenommen habe und somit im kleinen Pool „richtig“ schwimmen kann.

Von hier sind es nach einem gemütlichen Frühstück 500 locker zu fahrende Kilometer bis zum Kalahari Transfrontier NP. Dort wurde inzwischen die Rezeption sehr schön modernisiert und man kann sowohl die Park-Angelegenheiten wie auch die Aus-/Einreiseformalitäten für Südafrika und für Botswana in einem Gebäude erledigen.

Wir entschließen uns in dem „basic camp“ auf der botswanischen Seite zu übernachten. Das Camp noch außerhalb des eigentlichen Parks (d.h. ohne Wildtiere). Es besteht aus genau 4 Zeltplätzen sowie einem sehr sauberen Sanitärhaus. Die Plätze bestehen aus einer recht großen Betonplatte über die ein massives A-förmiges Holzgestell als Schattenspender gebaut ist. Natürlich ist viel Abstand zwischen diesen 4 Plätzen.

Wie in den botswanischen Camps üblich, gibt es keinen Strom. Da wir die einzigen Gäste dort sind, stört niemand mit Licht und der Sternenhimmel ist entsprechend beeindruckend. Da es sehr warm und trocken ist, bauen wir das Zelt nicht auf, sondern legen uns mit Therm-A-Rest und Schlafsack einfach so unter den A-frame.

Vorher wird aber noch ausgiebig der Pool im südafrikanischen Camp genutzt und wir sitzen noch ein paar Stunden mit Miriam, Andres und Marlon (Sohn) zusammen. Diese Expat Freunde aus East London sind zufälligerweise am gleichen Tag hier und sie haben sich ein Hütte mit Aircon im SA-Camp gemietet.

Schon kurz nach der Einfahrt in den Park am nächsten Morgen ein Highlight: 4 Löwen liegen nur wenige Meter neben der Straße im Schatten und beobachten aufmerksam 2 Oryx Antilopen am Wasserloch. Da es aber schnell wärmer wird und die Löwen wohl nicht wirklich hungrig sind, legen sie sich nach und nach zum dösen / schlafen ab und wir fahren weiter.

Bis zum Nossob Camp sind es 200 km auf guter Sandstraße und lediglich 2 Picknick Plätzen als touristische Infrastruktur auf der Strecke. Wir sehen nur wenige Tiere unterwegs, aber die Landschaft hier ist einfach toll und die Einsamkeit beeindruckend. Die Hitze allerdings auch und bei bis zu 40 Grad freuen wir uns über die Klimaanlage im Auto und vor allem, dass es nachts auf gut erträgliche Werte abkühlt.

In Nossob ist nicht viel los und da wir nur das Innenzelt brauchen und auch die Schlafsäcke nicht auspacken ist das Camp für 2 Nächte unter einem großen Schattenspender-Baum schnell eingerichtet. Der Pool ist in dieser Gegend ein unerwarteter Luxus den wir ausgiebig nutzen.

Das nächste Ziel ist das exklusive Bitterpan Camp. Man erreicht es über eine 60 km 4x4 Einbahnstrassen (praktisch ohne Ausweichmöglichkeit) Sandpiste auf der nur gebuchte Camp Gäste fahren dürfen. Mir macht diese Sand-Achterbahn-Fahrt total viel Spaß und inzwischen kann auch Andrea auf solchen Strecken als Beifahrerin relaxen.

Das „Camp“ ist eine große Holzkonstruktion: auf Stelzen gebaute 4 luftige Räume für je 2 Personen oberhalb einer Salzpfanne. Die Gemeinschaftsküche ist gut eingerichtet und die Beleuchtung besteht aus Kerzen und Petroleumlampen. Das andere Paar welches noch hier übernachtet, ist recht nett und zusammen fahren wir noch eine markierte 4x4 Runde. Dabei bleibe ich 2-mal stecken, kann aber jeweils problemlos zurücksetzen und komme mit etwas mehr „Anlauf“ gut über den Hügel. Tiere sehen wir leider keine.

Auch bei der Weiterfahrt am nächsten Tag bin ich ein paar Mal beim ersten Anlauf ein wenig zu vorsichtig. Da wir wieder (ganz !) alleine unterwegs sind und es 70 km bis zur „Hauptstrasse“ sind, fahre ich wie üblich nach dem Motto „better slow than sorry“.

Leider ist es gar nicht so einfach Gelände-Fahren zu lernen. Es ist doch recht schwierig die Grenzen (Geschwindigkeit, Steigung, seitliche Neigung, Sand- oder Wassertiefe, &hellip auszuloten. Wie taste ich mich an eine Grenze heran, die ich auf keinen Fall überschreiten möchte? Eigentlich wohl nur mit einem Kurs, in kontrollierter Umgebung oder in einer Gruppe mit erfahrenen Off-Roadern (so wie letztes Jahr im Weihnachtsurlaub).

Die Unterkunft im Tented Camp ist mehr eine kleine Wohnung als ein Zelt (mit eigener Küche und Bad) und hat einen tollen Blick direkt auf das (jetzt trockene) Aurob-Flussbett und ein Wasserloch an dem auch einige Impalas, Strauße und Oryxe vorbeischauen.

Insgesamt sehen wir hier deutlich mehr Tiere (u.a. Giraffen) als im Nossob Tal und haben nun auch unsere besten Löwensichtungen seit wir in SA sind. Wir beobachten 4 Löwen wie sie gemächlich zum Wasserloch „schlendern“ und ausgiebig trinken. Ein Löwe legt sich anschließend direkt auf die (Sand)Strasse und er geht tatsächlich 2-mal recht deutlich auf (kleine !!) Autos zu, die jeweils durch zügiges Rückwärtsfahrt den Abstand vergrößern.

Das Tolle am Kalahari NP ist, dass selbst an Wasserlöchern, wo es Löwen gibt, keine Auto“staus“ (wie ja im Krüger durchaus der Fall) entstehen. Die ganze Atmosphäre ist sehr entspannt und freundlich und jeder erzählt jedem wo er was gesehen hat. Deshalb bleiben wir auch noch (ungeplant) eine weitere Nacht im Mata Mata Camp. Leider nervt hier immer noch der Generator der Namibianischen Grenz Station. Zum Glück läuft er nicht die ganze Zeit. Immer wenn er aus ist, wird einem die Stille der Gegend so richtig bewusst.

Die Einreise nach Namibia (die Südafrika Ausreise Formalitäten haben wir ja schon vor fast einer Woche bei Einfahrt in den Park erledigt) ist unproblematisch, freundlich und sehr bürokratisch.

Erst füllen wir einen Zettel mit zig Daten für die Dame von Immigrations aus und bekommen unser Visum in den Pass. Dann möchte ein freundlicher junger Mann fast die gleichen Infos, bevor wir die Straßenbenutzungsgebühr von 200 namibischen Dollar (ca. 22 Euro) bezahlen dürfen. Und schließlich braucht der Polizist das Ganze auch noch mal in seiner eigenen Liste, bevor er einen kurzen Blick ins Auto werfen kann.

Tja: TIA, „This is Africa“ J  
31.12.10 10:13
 


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