Startseite
  Über...
  Archiv
  Postadresse
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Tonia en chile
   Leanne in Sa
   Fotos



http://myblog.de/voosens

Gratis bloggen bei
myblog.de





Frühjahr (Okt, Nov) 2010

Wie nach jedem Urlaub war es bei der Arbeit danach wieder richtig stressig und die vielen Mails und Themen die in der Abwesenheit aufgelaufen sind wieder in den Griff zu kriegen war ordentlich anstrengend.

Eine Besonderheit war dabei diesmal, dass während unseres Urlaubs mit Lea und Rahel im September in der Autoindustrie relativ heftig gestreikt wurde. Erst bei den Autoherstellern selber, dann wenig später bei den Zulieferern, was aber beides den gleichen Effekt hatte: keine Produktion. Und zwar an insgesamt 18 Tagen.

Da unser Werk aber immer noch nicht offiziell für die Nachfolgergeneration der jetzigen C-Klasse „benannt“ wurde (intern ist man aber zu 95% sicher, dass das der Fall sein wird), wollte und will man auf Biegen und Brechen die Jahresplanzahl bis Ende Dezember erreichen.

Um nun in 3 Monaten mehr als 3 Wochen Produktion nachzuholen, wurden die Schichten um 2 Stunden (von 8 auf 10 Std) verlängert und bis Weihnachten wird jeden Samstag gearbeitet. Dadurch sollte die Tagestückzahl von 220 Autos auf ca. 270 erhöht werden.

Dies hat zu massivem Stress und Problemen geführt. Die Leute hier haben keine Nachtschicht Tradition und Übung und somit waren die armen Kollegen am Band wirklich permanent müde. Immerhin haben die Leute, die auch am Sa. kommen dann eine 60 Stunden Woche !!!

Und auch unsere Lieferanten haben die benötigten Stückzahlen nur unter allergrößten Anstrengungen oder gar nicht liefern können.

Für uns im Team ist der Stress dann indirekt auch zu spüren. Je mehr Autos wir produzieren, desto mehr fehlerhafte Teile bekommen wir auch (umso mehr, da die Lieferanten total am Limit produzieren) und um so nervöser sind die Kollegen und Manager in der Produktion und Montage.

Insgesamt habe ich dadurch recht viel gearbeitet. Allerdings kann und will ich mich da gar nicht beschweren, denn wir haben die Option, die Überstunden und Samstage als Flexizeit und somit als zusätzliche Urlaubstage zu bekommen. Zusammen mit der ja noch bis Mitte des Jahres gelaufenen Gehaltsreduzierung bei gleichzeitiger Stundenreduktion ( = 12 Tage mehr Urlaub in 2010) habe ich in diesem Jahr eine ganze Menge mehr Urlaubstage als normal.

Anfang (Andrea) bzw. Mitte (ich) Oktober waren wir ja dann ein paar Tage in Deutschland. Wie schon bei meinem Besuch im März hatte ich mehr Arbeits- als Urlaubtage. Schön war es, dass auch Anne und Paddy gerade für ein paar Tage von Norwegen gekommen waren.

Ein paar Tage bevor wir kamen, war auch mein Neffe Philip eingezogen, der jetzt in Karlsruhe studiert. Und dann haben Lea und Philip noch kurzfristig Gustavo aus Brasilien bei sich / uns aufgenommen, da er keine andere Unterkunft in KA finden konnte. Somit war also immer full house und Äktschen, was natürlich sehr schön war, aber nicht so wirklich als Erholungsurlaub gewertet werden kann.

Auf unserem Heimflug haben wir leider (wie erwartet und entsprechend gebucht) den frühen Anschlussflug um wenige Minuten verpasst und somit fast 6 „nette“ Stunden am Flughafen in J´burg zugebracht. Ich bin dann in EL gleich vom Flughafen ins Büro L

Im November kam dann noch recht kurzfristig geplant Andreas Kollegin Beate für ein paar Tage zu uns. Sie ist von uns aus alleine und ohne Mietauto bis nach Kapstadt weitergereist und war ganz begeistert. Es geht also auch ohne eigenes Fahrzeug !!

Andrea hat an einem Wochenende (von Fr. Nachmittag an) einen Fotokurs gemacht. Sie fand es recht anstrengend, da sehr vollgepackt, aber auch sehr gut. Am Sa. Abend kam noch eine Teilnehmerin (eine Deutsche, die seit fast 20 Jahren in EL lebt) zu uns und die beiden Damen haben ihre „Hausaufgaben“ gemacht: Nachtaufnahmen, Lichteffekte, Bewegungsbilder, … Sie waren wirklich motiviert und ich habe schon geschlafen, bevor die beiden fertig waren.

Eine Woche später ging es dann per Flieger (Andreas miles-and-more) nach Kapstadt. Mit einem Mietauto sind wir zunächst nach Hermanus gefahren, um dort Wale zu beobachten. In die Walker Bay kommen sie regelmäßig in großen Mengen und kalben dort in der Gegend auch. Leider waren wir wohl etwas zu spät im Jahr dran oder hatten Pech. Ein einziger Wal war doch eine etwas magere Ausbeute.

Die Fahrt an der Küste entlang nach Kapstadt ist dann allerdings wirklich eine der Traumstrassen dieser Welt und der Chapmans Peak Drive nicht umsonst in jedem Reiseführer als Highlight und „must-do“ beschrieben.

Dank Navi hatten wir diesmal keine Probleme das Backpackers in der Stadtmitte zu finden. Sogar mit Parkplatz vor der Tür und insgesamt sehr gepflegt, sauber und ordentlich. Von hier aus haben wir dann so die normalen touristischen Spots angeschaut: Long Street, Waterfront, Castle Museum, Holocaust Gedenkstätte, ein paar Märkte, …. Leider ist das District 6 Museum (Apartheits Historie in Kapstadt) sonntags geschlossen.

Mit dem roten Doppeldecker Bus haben wir eine Runde gedreht und haben dabei etwas über die historischen Seiten von Kapstadt gelernt und sind an einigen der schönsten Strände der Umgebung entlanggefahren. Ist doch viel entspannter und mit viel besserer Aussicht in der oben offenen Etage zu sitzen als das ganze mit dem eigenen Auto zu fahren.

Da es irgendwie unklar war, ob es für das Theaterstück, welches Andrea gerne angeschaut hätte noch Karten gab, haben wir alternativ auf dem Signal Hill zum Abendessen gepicknicked. Dabei mit Blick auf Robben Island den Sonnenuntergang zu beobachten und dann zu sehen, wie das Lichtermeer der Stadt immer größer und heller wird ist schon sehr schön. Allerdings war es dann abends doch recht kühl.

Und nach dem Pech in Hermanus gabs zum Ausgleich am Montag einen Traumtag, der geradezu nach einer Tafelbergbesteigung geschrieen hat. Andrea war ein wenig skeptisch, ob wir den angeblich gefährlichen India Venster Weg wirklich nehmen sollten. Obwohl die Infos / Blogeinträge die wir im Internet gefunden nicht so dramatisch klangen, wollte Andrea lieber noch die „Experten“ befragen.

Somit sind wir dann also in das offizielle Tafelberg-Nationalpark-Info-Center gegangen. Leider wurden hierbei mal wieder Vorurteile bestätigt / bestärkt. Die 3 schwarzen Ranger hatten nicht den Hauch einer Ahnung und haben nur gemeint, dass es total gefährlich sei und man dort nicht hoch könne.

Lebensmüde / leichtsinnig wir nun mal sind, haben wir diese Warnungen in den Wind geschlagen und haben trotzdem diese Variante genommen. Der Wegweiser an der Gabelung wurde inzwischen entfernt, aber wenn man erst mal den Einstieg gefunden hat, dann ist es ein unproblematischer Weg. Die 2 oder 3 Stellen wo man wirklich auch die Hände benötigt, sind inzwischen sogar durch Metallklammern und Stifte entschärft worden. Bei einigen Passagen sollte man aber sicherlich schwindelfrei sein. Insgesamt ein wunderschöner Weg und natürlich viel ruhiger als der Hauptpfad durch die …. Schlucht.

Die 3 netten älteren Herren, mit denen wir teilweise gelaufen sind, gehen 2 bis 3 Mal die Woche (!) auf den Tafelberg. Auf die Frage, ob das dann nicht doch ein wenig langweilig wird, meinten sie nur, dass bei ca. 200 verschieden möglichen Routen doch genug Abwechslung garantiert sei.

Nach dem fast einsamen Aufstieg ist der Rummel oben natürlich schon ein gewaltiger Kontrast. Nachdem die Seilbahn vor 13 Jahren von Schweizern (von wem sonst ??) modernisiert wurde, passen jetzt ca. 80 Personen in die Kabine, die sich während der Fahrt einmal um sich selber dreht. Da wir (oder vielleicht eher ich ??) keine Lust auf Anstehen hatten, ging´s auch zu Fuß wieder runter.

Die Route durch die Platteklip Gorge ist zwar ein guter Wanderweg aber wirklich sehr steil und insbesondere das obere Stück gleicht fast einer Treppe. Die unglaublich vielen Leute die uns entgegenkamen hatten jedenfalls alle sehr rote Gesichter, und wir beide am nächsten Tag Muskelkater.

Dann wieder eine volle Arbeitswoche inklusive Samstag und einen netten Geburtstag bei Olaf. Durch das viele Unterwegs-Sein und die viele Arbeit hatte ich leider nicht die Zeit und Muße für meinen Life Saver Retest zu trainieren und zu lernen, so dass ich diese Saison offiziell wohl keine Dienste machen darf. Wobei ich nicht glaube, dass das jemand wirklich interessiert und kontrolliert. Nur bei Wettbewerben kann ich nicht mitmachen und ich kann keinen Life Saver Job bekommen. Das ist insbesondere bei Jugendlichen ein sehr beliebter Ferienjob hier. Beides habe ich aber eigentlich eh nicht geplant.

Inzwischen bin ich auch eher selten auf dem Malibu Board im Meer, ich habe mich mehr auf die Paddelei verlegt. Damit komme ich deutlich weiter aufs Meer raus und sehe öfter Delphine. Und ich empfinde die gleichmäßige Paddelbelastung als angenehmer als die doch etwas anstrengende Haltung (auf dem Bauch liegend) auf dem Board.

Inzwischen bin ich auch fit genug, um mal bei schlechteren Bedingungen und höheren Wellen rauszugehen. Trotzdem habe ich vor 2 Wochen mein Paddel in einer großen Welle verloren und sogar mein Shirt hat mir die Welle ausgezogen (beides wiedergefunden). Und letzte Woche musste ich den Ski loslassen, die Wasserwucht war zu groß. Zum Glück sind die Dinger halbwegs robust und werden dann einfach am Strand angespült. Ist aber natürlich schon ein wenig peinlich, mit Paddel seinem Boot nachschwimmen zu müssen. Andererseits passiert das den anderen (deutlich erfahreneren) Paddlern hier auch immer wieder mal.

Und jetzt stehen noch mal 3 stressige Arbeitstage an, bevor es dann am Samstag, 4.12 in den Sommerurlaub geht. Wir wollen noch mal richtig Sonne und Wärme tanken (hoffentlich wird es nicht zu viel des Guten) und werden Richtung Namibia und Westküste SA fahren.

30.11.10 20:16
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung