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Urlaub Frühsommer Sept 2010, WC, KZN, Moz, KNP, Swasi, Lesotho Teil 1

Nach ein paar Tagen East London für Lea und 2 Tagen zum Akklimatisieren für Rahel (eine Freundin von Lea) ging es mal wieder über die vieh- und leutereiche N2 Richtung Nordosten. Die Stecke nach Pt. St. Jones ist die einzige wirklich gut asphaltierte Stichstrasse zur Küste. Dieses kleine Fischerdorf hat wirklich ein tolle Lage und schöne Strände und ist der größte Küstenort der 250 km langen Transkei Küste (ca. 3.000 (schwarze) Einwohner)

Nicht weit von hier war unser erstes Ziel, Mbotyi, eine kleine Wild Coast Community in der es  einen schönen Campingplatz mitten im Dorf gibt. Wir haben uns zum Start erst mal den Comfort eines großen Rondavels gegönnt und da wir die einzigen dort waren, hatten wir alle sonstigen Facilities für uns. Morgens liefen jede Menge Kinder in Schuluniform vor dem Campingplatz vorbei und zum Frühstück gab es dann musikalische Untermalung aus Richtung Schule.

Die Highlights in der Gegend von Mbotyi sind diverse Wasserfälle, von denen einer (Waterfall Bluff) direkt ins Meer fällt. Die Fahrt dorthin ist auf den letzten km allerdings recht mühsam und nur für 4x4 geeignet. Im Vergleich zu den Fahrspuren zur Küste ist der Wanderweg zum Wasserfall problemlos zu finden und sogar markiert. Der Weg ist Teil des Mehrtages-Wild-Coast Walks der wirklich toll sein muss.

Vor der Weiterfahrt nach Mtunzini reichte die Zeit noch für einen Rundgang durchs Dorf, einen kleinen Strandspaziergang und ein kurzes Baden im Meer. Interessant anzusehen war eine Gruppe von Sangomas (Heilerinnen), die in malerischer traditioneller Kleidung um ein Feuer am Strand standen und sangen.

Mtunzini nördlich von Durban, hat ein kleines Coastal Nature Reserve (Umlalzi NR) mit einem schönen Campingplatz hinter der Düne. Von dort aus ging es erst auf einen fast 5 km langen Strandspaziergang und dann auf gutem Wanderweg entlang einer Lagune durch teils dichten Küstenwald und Mangrovengebüsch wieder zurück. Sehr schön und abwechslungsreich. Auch der nahe gelegene kleine „Palmenurwald“ war ansehenswert.

Im Umfolozi Nationalpark hatten wir eine Hütte im zaunlosen Mpila Camp bekommen. Wobei das mehr ein richtig großes Haus als eine Hütte war. Abends kam erst eine Hyäne und dann eine Gruppe Wildschweine zu Besuch. Den Damen war dann kurzzeitig das Wohnzimmer lieber als die Terrasse. Der Park ist mit dem Hluhluwe Park direkt verbunden und bekannt für seine vielen Nashörner. Von denen haben wir dann auch ein ganze Menge zu Gesicht bekommen, sowie auch viele Elefanten und eine ganze Menge andere Steppentiere.

Die Bushbaby Lodge kurz außerhalb des Parks hat uns auch beim zweiten Besuch wieder gut gefallen und wir haben uns wieder 2 der kleinen Hüttchen gegönnt. Rahel hat sogar den Pool genutzt und auf dem kleinen Wanderweg auf dem Grundstück haben wir Impalas gesehen, sowie Giraffen und Zebras auf der benachbarten Game Farm beobachtet.

Von hier war es nicht weit bis Sodwana Bay. Diese Gegend ist das bekannteste Tauchrevier in Südafrika und es gibt viele Unterkünfte aller Art und einige Tauchschulen. Der Campingplatz im Nationalpark ist einer der größten in Südafrika. Über 600 Zeltplätze verteilt auf einer riesigen und sehr unübersichtlichen Fläche. Auf den vielen tiefsandigen Strecken zwischen den Zeltplätzen kann man sich ganz ordentlich verfahren.

Es war überhaupt nichts los und so hatten die vielen Affen (zum Glück keine Paviane) nur wenige Camps auf die sie sich konzentrieren konnten. Unglaublich, wie frech die hier sind. Es reicht 2 Meter vom Tisch wegzugehen und sich umzudrehen und sie sind da und holen sich was. Sogar auf dem Außenspiegel saß einer während Lea bei der geöffneter Türe auf der anderen Seite stand. Aber glücklicherweise sind sie zwar sehr dreist, aber (noch ?) nicht aggressiv und lassen sich vertreiben bzw. merken auch, wenn es nix zu holen gibt. Wie schon in Dwesa bemerkt war es tatsächlich eindeutig zu sehen, dass die Viecher vor Männern mehr Respekt haben als vor Frauen !

Der Strand von Sodwana Bay ist zwar sehr schön, darf aber auf einem Kilometer von Autos befahren bzw. als Parkplatz benutzt werden, was das Gefühl von Ruhe dann doch ein wenig trübt. War jetzt nicht wirklich störend, da nix los war, aber in der Saison ist das sicherlich nicht sehr schön. Wir haben jedenfalls das warme Wasser, die Wellen und die Sonne bei einem ausgiebigen Strandtag genossen. Ehrlicherweise muß ich ja gestehen, dass ich den Kilometer Strandfahrt auch ausprobiert habe, obwohl ich eine Sperrung für wirklich sinnvoll halte.

Auf der Weiterfahrt Richtung Norden haben wir die langsame aber sehr schöne Strecke durch den Nationalpark genommen. Die Strecke führt in einer recht schmalen Sand“straße“ durch Wald entlang einer großen Süßwasserlagune (mit Krokodilen) und glücklicherweise hatten wir keinen Gegenverkehr. Auf der Einspurstrecke gibt es nur wenige Ausweichmöglichkeiten.

An dem sehr kleinen Grenzübergang Kosi Bay waren sowohl die südafrikanischen wie auch die mozambiquanischen Zöllner sehr freundlich und auch recht flott. Zum Glück mussten wir nicht die vor kurzem deutlich erhöhte Visumsgebühr bezahlen. Diese wird anscheinend im Moment nur bei Einreise über den Flughafen von Maputo oder wenn man per Schiff kommt erhoben. Die jetzigen 18 Euro sind ja akzeptabel, aber 80 Euro für ein paar Tage ist doch schon ein Wort. Auch die Autoeinfuhrgenehmigung war schnell erteilt und die Pflicht-Auto-Versicherung zügig abgeschlossen.

Bis zur Grenze kommt man auf wunderbarer Asphaltstrasse mit guter Ausschilderung und direkt hinter dem Zaun geht es dann in tiefen Sand. Der Pajero hat sich aber mal wieder wunderbar überall durchgewühlt und ich konnte die gesamte Strecke ohne Diff-Lock und ohne Ablassen von Luft aus den Reifen bewältigen. Wir waren recht froh über das Navi und häufig muss man sich schnell zwischen diversen Fahrspuren entscheiden.

Der Campingplatz in Ponta do Oura liegt zwar wunderschön direkt am Meer, aber die Sanitäranlagen und auch die sehr günstigen 2 Personen Chalets waren uns dann doch ein wenig zu heruntergekommen. Da sah das Kaya Kweru Backpackers doch schon deutlich besser aus. Von der Dachterrasse gab es einen schönen 360 Grad Rundblick und die 30 Meter Fußweg zum Strand waren auch noch akzeptabel.

Wieder wunderbar warmes Wasser und schöne Wellen, so dass es mit den geliehenen Bodyboards so richtig Spaß gemacht hat. Mit dem Zweier Kajak war es dafür ein wenig schwieriger. Mit Lea bin ich ganz gut rausgekommen, mit Rahel habe ich es leider nach 15 Min. Kampf mit den Wellen aufgeben müssen. Später hat es dann auch mit einiger Mühe mit Andrea noch geklappt und belohnt wurden wir mit einer (leider recht kurzen) Delfin Begegnung direkt neben dem Kajak.

Am 2ten Ruhetag sind wir trotz Ausschlafmöglichkeit früh aufgestanden, da Lea und Rahel um 7 Uhr bei einer „Ocean Safari“ (ca. 2 bis 3 Std Bootsfahrt zum Delfin watching und schnorcheln) mitfahren wollten. Obwohl andere Teilnehmer (insgesamt 6) schon einen Teil der Ausfahrtkosten bezahlt hatten, tauchte auch nach über einer Stunde warten niemand auf. Ein schwarzer Mozambiquaner kam zwar ein paar Mal vorbei um uns mitzuteilen, dass das Boot „gleich“ da sein wird, aber irgendwie war er da wohl nicht so richtig informiert.

So gabs also noch mal Strandtag und eine kurze (8 km) Sandstraßenfahrt zum Nachbar“ort“ Ponta Malongane. Dort gibt es eine sehr schöne (große) Campinganlage und einen endlosen traumhaften Strand komplett ohne Leute. An (langen) Wochenenden und in der Ferienzeit muss es in der ganzen Gegend aber wirklich hektisch zugehen. Für viele Südafrikaner ist dieser gut zu erreichende Teil von Mozambique eine Spielwiese für ihre Quads, Geländemotorräder und Yet Skies. Also all das, was in Südafrika glücklicherweise in den vergangenen Jahren doch etwas stärker reguliert wurde und wo hier noch keiner eingreift.

Nach diesen 2 Entspannungstagen stand wieder eine längere (zeitlich, nicht km-mäßig) Fahrt und ein früher Start auf dem Programm. Die ersten 100 Kilometer Richtung Norden (Maputo) sind schon wirklich sehr einsam und sehr langsam. Zunächst auf Sand, dann ein Stück auf einer stark verfallenen und löchrigen Asphaltstrecke und schließlich auf ganz passabler dirt road, fast ohne Autobegegnung und fast ohne Schilder. Auch das Navi zeigte uns mehrmals neben der „Strasse“ im nirgendwo fahrend. Bei solchen Stecken ist man doch froh, ohne Panne durchzukommen.

Am großen Grenzübergang Komatipoort begegnen uns zum ersten Mal die „runner“. Für ein paar Rand erledigen die wohl ganz schnell die Ausreiseformalitäten. Ein Kollege hat diesen Dienst schon in Anspruch genommen und es hat wohl tatsächlich prima geklappt. Wir wollten aber unsere Pässe aber nicht aus der Hand geben und waren daher eher etwas gestresst als fast ein duzend junge Männer neben dem Auto herrannten und an die Scheiben klopften um ihre Dienste anzubieten.

Der Zöllner vor dem Grenzhaus hat sie dann per Schlagstock wieder „zurückgeschickt“. Abgesehen von der komplett fehlenden Beschilderung und Info wo man denn hin muss, ging dann aber sowohl die Aus- wie auch die Einreise nach SA auch ohne Helfer völlig problemlos und zügig. Dass wir keinen Ausfuhr Steuer Bescheid für das Auto hatten, führte zunächst zu einer grimmigen Miene des Beamten. Ein freundlicher Mensch in der Schlange hinter uns fragte dann, wo wir denn eingereist seien und als wir antworteten in Punto de Oro gabs ein kurzes Schulterzucken und den nötige Stempel. Mal wieder TIA: „This is africa“ !

Nach einem großen Einkauf im gut sortierten Spar in Komatipoort schaffen wir es bis Mittags zum Crocodile Bridge Gate im Krüger NP und müssen dann „nur“ noch die 175 km bis zum Balule Camp fahren. Bei einer max. erlaubten Geschwindigkeit von 50 km/h und doch dem ein oder anderen (kurzen) Stopp wg. Tiersichtungen zieht sich das dann auch ganz ordentlich.

2.10.10 21:29
 


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