Startseite
  Über...
  Archiv
  Postadresse
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Tonia en chile
   Leanne in Sa
   Fotos



http://myblog.de/voosens

Gratis bloggen bei
myblog.de





Urlaub Spätherbst (Mai) 2010, Mozambique, Krüger u.a, Teil 1: Moz

Nachdem Anne und Paddy ein paar Tage Zeit zum Akklimatisieren hatten, ging es gleich mal mit einer langen Fahretappe los. Mal wieder über die kurvige, hügelige und stark belebte (Autos, Leute, Vieh) N2 durch die Transkei. Und auch zum x-ten Mal faszinieren die Städte Butterworth, Mthatha und Mt. Frere durch den Eindruck von „echtem“ „schwarzem“ Afrika.

                             

Sofort nach der „Grenze“ zu Kwa-Zulu-Natal wird die Strasse deutlich leerer und ist durchaus autobahnähnlich (und kostet Maut). Trotzdem sind die insgesamt 650 km bis Umkomaas (etwas südlich von Durban) für den ersten Tag mal genug. Auf der Tauchbasis „Blue Vision“ nehmen wir uns 2 Backpacker Zimmer mit Seeblick.

 

Von hier sind es am nächsten Morgen nur ein paar Schritte zur „Kitting Area“ für den gebuchten Tauchgang. Die Materialausgabe ist etwas chaotisch, aber unsere Tauch-Instruktorin Lisel ist sehr nett und der ältere Herr, der uns als Dive Master begleitet macht auch einen kompetenten Eindruck und hilft noch bei der Einstellung und Überprüfung des Materials.

 

Die Fahrt mit dem Schnellboot über die Brandung hinaus zur Tauchstelle macht wieder viel Spaß. Erst mal unter Wasser, legt sich die leichte Nervosität dann doch recht schnell. Dies ist ja unser erster Tauchgang nach dem Kurs im Sept. 09 bzw. für Paddy das erste mal Tauchen im Meer. Wir genießen und bestaunen die vielen bunten Fische und Korallen und freuen uns, dass wir keine Lehrgangsübungen mehr machen müssen.

 

Für den eigentlich geplanten 2ten Tauchgang wird es zeitlich doch etwas knapp, da wir noch so nah wie möglich an die Grenze von Swasiland fahren wollen. Wir finden eine wunderbare kleine Campinganlage (Bushbaby Camp and Lodge) mit netten Cottages und sparen uns das Zeltaufstellen. Als es schon dunkel ist, kommen dann auch Birgit und Lars noch an. Sie sind heute von EL aus bis hierher durchgefahren.

 

Die Grenze zum Swasiland ist am nächsten Morgen schnell erreicht und der Grenzposten eine Überraschung. Auf südafrikanischer Seite alles nagelneu und noch nicht mal ganz fertig. Helle, saubere und ordentliche Räume, neue Computer, freundliches Personal und die Ausreise ist schnell und problemlos erledigt. Das sind so die positiven Seiten der WM für dieses Land.

 

Der Swasi Grenzposten hat sichtlich nicht von der WM profitiert, aber auch hier dauert es nicht lange, bis wir den nötigen Stempel im Pass haben und ein paar Rand Straßenbenützungsgebühr bezahlt haben. Nach nur 2 Stunden Fahrzeit verlassen wir dann auch schon wieder dieses kleine Königreich und kommen nun an der mocambiquanischen Grenze in den Genuss einer Grenze wie man sie sich für Afrika wohl so vorstellt.

 

Grenzer mit versteinerten Minen, große aber total gammelige Gebäude, viele Listen, uralte Computer und dann noch ein paar Leute die einem eine Autoversicherung (ist Pflicht) verkaufen wollen. Aber angenehmerweise ist dies ein sehr kleiner Grenzübergang und außer uns ist nur noch eine Reisegruppe des Rechnungshofs von Swasiland hier. Trotzdem dauert es fast eine Stunde, bis unsere 6 Pässe das Visum haben und wir die Gebühren für Visum, Straßenbenutzung und Autoversicherung bezahlt haben.

 

Da wir noch genug Zeit haben, beschließen wir doch noch ein kleine „Sightseeingrunde“ durch Maputo (Hauptstadt und um die 2 Mio Einwohner) zu drehen. Prinzipiell keine sehr sehenswerte oder attraktive Großstadt, aber das Leben und Treiben, das Gewusel, die unendliche vielen Leute auf der Strasse, die Händler, das Chaos und die überladenen Autos anzuschauen lohnt sich auf jeden Fall.

Im Gegensatz dazu ist das Blue Anchor Inn, ca. 50 km außerhalb der Stadt, schon fast europäischer Standard. Grosse saubere Cottages in einer sehr schönen riesigen Gartenanlage, mit Pool und guten Restaurant.

 

Die Stecke nach Inhambane überrascht mit extrem unterschiedlichen Straßenqualitäten. Es gibt supergute Teilstücke, an die sich dann plötzlich völlig schlaglochübersääte Abschnitte anschließen. An solchen Abschnitten fährt man teilweise besser neben, als auf der Strasse. Und lange Abschnitte sind Baustelle (überwiegend von Chinesen betrieben), so dass in nicht allzu ferner Zukunft diese größte nationale Küstenstrasse sicherlich gut zu befahren sein wird und dann sicherlich auch verstärkt Touristen aus Südafrika anziehen wird.

 

Beeindruckend sind auch hier mal wieder die vielen Leute (aber vergleichsweise wenig Vieh) an der Straße. Auf den gesamten 450 km bis Inhambane sind rechts und links der Strecke Palmhütten im Palmenwald zu sehen bzw. teilweise nur zu erahnen. Da das Land ja ganz wenig Infrastruktur hat und an vielen Stellen noch Bereiche wg. Landminen unzugänglich sind, ist es wohl am sichersten und bequemsten entlang einer guten Strasse zu wohnen.

 

Die Barra Lodge ist ein Ressort, welches ein echtes Karibik Feeling vermittelt. Inmitten von Kokospalmen und tiefem Sand, das Restaurant auf Stelzen, direkt am Strand mit türkisblauem angenehm warmen Wasser, das Cottage ein riesiges Haus im lokalen Baustiel (fast alles aus Palmbestandteilen und Schilf). Und dank Nebensaison recht günstig und sehr ruhig, höchstens 20% der Bungalows sind besetzt. Und dank Frühwinter mit nur wenigen (potentiell Malaria übertragenden) Moskitos.

 

Wir genießen das warme Meerwasser und die tollen Wellen ausgiebig und melden uns abends für 2 Tauchgänge an. Und werden am nächsten Morgen sehr positiv überrascht. Für jeden von uns hängen die Sachen (Neoprenanzug, Maske, Flossen, Weste, Flaschen, … säuberlich bereit. Die ganze Atmosphäre ist superfreundlich und sehr professionell. So werden es dann 2 sehr schöne Tauchgänge mit recht kurzer Bootsanfahrt und toller Sicht unter Wasser.

 

Unser nächstes Ziel und gleichzeitig der nördlichste Punkt des Urlaubs ist Vilanculo, ein kleiner Fischerort (aber mit einiger Touristen Infrastruktur) beim Bazeruto Marine National Park. Die letzten 8 km gehen durch stellenweise richtig tiefen Sand, so dass der Allrad doch endlich mal etwas zu tun bekommt.

 

Unser Cottage im Archipelago Ressort ist ein riesiges Haus mit großer Veranda mit direktem freiem Blick aufs Meer. Allerdings gibt es hier keine Wellen, da Vilanculo in einer geschützten Bucht, umgeben von vorgelagerten Inseln liegt.

 

Es gibt eine Tauchbasis direkt im Ressort (betrieben von einem Ehepaar aus Zimbabwe) und so fahren wir am nächsten Morgen raus auf Bazerutu Island. Die Fahrt im schnellen „Schlauchboot“ dauert eine Stunde. Auf der Insel werden die Schnorchler Birgit und Lars abgesetzt (mit einem schwarzen Helfer) und wir Taucher fahren weiter zum Riff raus.

 

Dort absolvieren wir 2 herrliche Tauchgänge. Super Sicht, schöne Korallen und viel viel Leben unter Wasser. Da wir zwischen den 2 Tauchgängen im Boot bleiben, wird Anne wieder mal seekrank, aber glücklicherweise kann sie den 2ten Tauchgang trotzdem mitmachen.

 

Dann geht´s zurück zur Insel, es gibt ein kleines Lunchpaket und nun sind die Schnorchler an der Reihe und werden zum Riff gefahren. Paddy und ich fahren noch mal mit raus und auch ohne Flaschen gibt es hier richtig viel zu sehen.

 

Den nächsten Tag beginnen wir als Strandtag, mit viel schwimmen, lesen und beobachten der lokalen Fischer, die mit einer Dhau (typisches Segelboot in dieser Gegend) direkt vor unserer Nase fischen. Außer einem Paar (EUler die als Expats in Zimbabwe arbeiten und für ein paar Urlaubstage hier sind) mit kleinem Kind sind keine Touristen am Strand.

 

Nachmittags fahren wir nach Vilanculo rein, gehen auf einen Markt und laufen einfach ein wenig durch den kleinen Ort um die Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Wir sind positiv überrascht: während wir rumlaufen werden wir weder angebettelt noch groß angesprochen, nur direkt beim Ein- und Aussteigen am Auto versuchen einige Leute uns Sachen zu verkaufen.

 

Da uns Inhambane so gut gefallen hat, bleiben wir auf dem Weg zurück nochmals 2 Nächte dort, aber an einem anderen Strand, in einem anderen Ressort. Diesmal mit noch besserem Meerblick (erhöht auf der Düne direkt über dem Strand) und wieder in einem riesigen Cottage. Auch hier sind die letzten Km Anfahrt im tiefen Sand nur für 4x4 geeignet.

 

Unterwegs erwischt es Birgit und Lars dann doch in einer der unglaublich vielen Polizeikontrollen. Obwohl wir uns im Vergleich zu Südafrika deutlich genauer an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, sind sie angeblich 80 in einer 60er Zone gefahren.

 

Die Tauchbasis hier hat wieder viele junge Divemaster, die durch die Welt ziehen und in den verschieden Tauchrevieren der Welt ein paar Monate oder Jahre arbeiten. Aber alle sind wieder sehr freundlich und kompetent und bei den 2 Tauchgängen werden wir (auch dank Nebensaison) wieder supergut und zeitintensiv betreut.

 

Leider gibt es an dem Tag so einige Gewitter und sehr heftige Schauer (sehr ungewöhnlich für die Jahreszeit), so dass mein Surfpaddel Versuch etwas kürzer wird als geplant und auch unser Schnorcheln vom Strand (in einem Nachbarressort) mit Birgit und Lars dank Blitz und Donner recht rapide abgebrochen wird.

 

Die Abkürzung die wir am nächsten Tag in Richtung Limpopo Nationalpark / Grenze nach Südafrika nehmen ist echt interessant. Sobald man die Küstenstrasse verlässt, gibt es nur noch Lehm- und Sandstrassen. Da es vorher so viel geregnet hat, ist es in unserem Fall dann eher eine Schlammstrasse. Für 4x4s keine Herausforderung, aber die Durchschnittsgeschwindigkeit sinkt doch drastisch.

 

Unterwegs kommen wir durch ein paar kleine Orte und Ansiedlungen, die mal richtig prächtig gewesen sein müssen. Zum Teil sind große Alleen noch erkennbar, die Strassen waren breit, es gab Parks und riesige Herrenhäuser. Nach Weggang / Flucht der Portugiesen ist all das mehr oder weniger verfallen und heute sieht man hier nicht selten neben einer Bauruine einige Palmhütten stehen.

 

Das Camp direkt hinter dem Parkeingang zum Limpopo NP (der zusammen mit dem Krüger NP eines der 3 großen südafrikanischen Transfrontier Peace Park Projekte bildet) ist erst wenige Jahre alt und wir nehmen uns 3 der recht schönen 2er Chalets.

 

Ohne Tiersichtungen sind die 80 km auf z.T. etwas rütteliger Piste im Park am nächsten Tag zügig zu fahren und am nagelneuen Mini-Grenzübergang Gyriondo (direkt in den Krüger NP) ist die Rückkehr nach Südafrika schnell erledigt. Hier endet dann also der Mozambique Teil des Urlaubs und auch von Birgit und Lars trennen wir uns. Die beiden müssen am Sonntag wieder in EL sein und wir haben noch 4 Tage mehr Zeit.

 

 

9.6.10 22:10
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung