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Das erste Quartal twenty ten

Nach dem Weihnachtsurlaub „durfte“ ich gleich am 5.1. zu einem Lieferantenbesuch nach J´burg fliegen. Schön war, dass es dort mit einem Treffen mit Ralf geklappt hat. Er hat mir eine schöne Strasse im Stadtzentrum gezeigt, in der es fast ein europäisches feeling gab: viele Straßencafes, Restaurants mit Außenbereich und mal richtig viele (auch weiße) Fußgänger unterwegs.

Insgesamt habe ich im ersten Quartal viel gearbeitet. Andrea kennt inzwischen echt viele Leute und ist mit der (ehrenamtlichen) Arbeit bei CHOC (Childhood Cancer Foundation) recht gut ausgelastet. Das Nähen mit den Müttern der krebskranken Kinder macht ihr viel Spaß und sie ist immer auf der Suche nach neuen Schnitten, die sie den Frauen dann beibringt.

Im Sommer gibt es hier fast an jedem Wochenende ein größeres sportliches Mitmach-Event. Die Sportarten sind allerdings stark auf Laufen / Walken, Rad (Strasse / MTB) und Schwimmen, sowie Kombinationen davon konzentrieren. Dafür werden dann alle möglichen Distanzen und Varianten angeboten.

Den großen Halb-Ironman wollten Olaf (Radfahren), Uwe (Laufen) und ich (Schwimmen) als Staffel mitmachen, aber leider waren wir zu spät mit der Anmeldung. Die Teilnehmerzahl ist auf 2.500 beschränkt, da nicht mehr Räder in die Wechselzone passen.

Bei der Surfers Challenge hatten wir beide ja schon letztes Jahr mitgemacht:  Insgesamt 17 km, zunächst ca. 6 über kieseligen und felsigen Strand, dann ca. 5 km durch einen Ort danach noch mal 6 km Sandstrand und dazwischen noch 2 Flüsse zu durchschwimmen. Ich bin gelaufen und Andrea ist mit einer Expat Freundin gewalked und wir haben uns alle unser T-Shirt ehrlich verdient.

Mit Sigrun hatte Andrea am Wochenende vorher „zum Training“ auch schon den Tomato Trott mitgemacht, 15 heisse und staubig km auf Farmwegen.

Zwei Wochen später gab es dann das Daily-Dispatch 100 km Radrennen. Auf einer in beide Fahrtrichtungen auf fast 50 km gesperrten Autobahn Rad zu fahren hat (wieder) richtig Spaß gemacht. Und so ein (Fun)Rennen ist doch etwas ganz anderes als alleine oder in einer kleinen Gruppe zu radeln
Zu dem Zeitpunkt war Andrea schon in Deutschland und ihre „Wetterberichte“ klangen nicht gerade toll. Februar und März sind hier echt schöne Monate, der Pool angenehm warm, die Nächte schon nicht mehr ganz so heiß wie im Dezember und Januar und die Tage auch noch halbwegs lang.
Leider hat es im Sommer, der ja hier die nasse Jahreszeit ist, viel zu wenig geregnet. Die Dämme im Eastern Cape sind zum Teil nur noch zu 40 bis 50% voll und man darf keine Autos mehr waschen und den Garten nur noch mit Gießkanne wässern. Und ab ca. Ende April beginnt dann das überwiegend trockene Winterhalbjahr.
Mit unserer Mietvertragsverlängerung für das Haus war es ein wenig hin und her. Andrea hat halbherzig nach etwas anderem gesucht, aber das einzige Haus mit Meerblick, welches sie angeschauen konnte, war leider echt gammelig. So werden wir das nächste Jahr in unserem nicht so modernen aber doch gemütlichen Ohne-Meerblick-Häuschen bleiben (aber dafür ist unser Garten sehr schön).
Anfang März bin ich dann (das erste Mal nach 20 Monaten) für 2,5 Wochen nach Deutschland geflogen und habe zunächst gleich mal einen sehr schönen Tag bei und mit Anne in Darmstadt verbracht.
Auf der Weiterfahrt ist mir am Bahnhof sehr stark aufgefallen, wie grau und dunkel die Mode in Deutschland ist, das ist ja wirklich trist, Buntes ist kaum zu sehen.  Außerdem ist es trotz der vielen Menschen die sich auf einem Bahnhof oder im Zug befinden unglaublich leise. Das sind wir hier gar nicht mehr gewöhnt, überall wo viele Schwarze sind ist es immer sehr sehr laut, lebhaft und fröhlich.

Die nicht vorhandenen Mauern lassen alles in Deutschand deutlich offener erscheinen, obwohl die Bebauung ja sehr viel dichter ist als hier. Und überall stehen Autos herum. Wahnsinn. In hiesigen Wohngebieten sieht man so gut wie keine Autos, die stehen alle auf den Grundstücken, hinter der Mauer. Und auch wieder der Farbgegensatz, dunkle Autos in D, weisse, silberne und helle in SA.


Andrea war 1,5 Wochen vorher geflogen und hatte schon ein paar Tage Skifahren mit Susanne Brick in der Schweiz, ein Fortbildungswochenende und so einige Besuche bei Familie und Freunden hinter sich.

Ich habe fast die ganze Zeit gearbeitet und hatte viele Termine in Stuttgart, Sindelfingen, Böblingen, Rastatt, Wörth und einen auch in Erkrath, bei Düsseldorf. Der Termin in Erkrath hatte aber den netten Vorteil, dass Anne mich begleitet hat und wir bei meinen Eltern übernachten konnten, weil es von dort nur 15 Minuten zu dem Lieferanten war.
Den Verkehr auf der A8 fand ich ja schon immer schlimm, aber jetzt fand ich es wirklich erschreckend: 3 Spuren die sich mit mehr als 100 km/h bewegen gibt es hier im Eastern Cape nicht. Und auch die Automengen in der Umgebung von Köln sind gigantisch und fast schon furchterregend.
Damit Andrea nicht langweilig wird, hat sie die Renovierung unserer beiden kleinen Bäder organisiert und fast 2 Wochen lang täglich Handwerker und entsprechend viel Dreck im Haus gehabt. Steuer- und sonstiger Papierkram stand leider auch noch recht weit oben auf der To-Do Liste.
Das Voos-Familien-Wochenende in Gengenbach, im Nagoldtal, war sehr schön und auch mit der Scholz Familie gab es natürlich ein paar Treffen. Sehr genossen haben wir die diversen Frühstücke, Kaffees (Andrea) und Abende mit Freunden Leider war die Zeit doch zu kurz war und manches Treffen ist gar nicht zustande gekommen.
Der Rückflug war problemlos, aber mit dem lange Aufenthalt in Johannesburg dauert es halt doch gut 21 Stunden von Haus zu Haus und das ist dann doch recht ermüdend. Vor allem wenn es dann am nächsten Tag bei der Arbeit gleich stressig weitergeht.
Hier gab es gleich eine Expat Abschiedsparty und ich musste mich mal wieder um das Aufpolieren und Reparieren meines Autos kümmern, da ich schon wieder einen neuen Pajero bekommen habe (wir müssen ja spätestens alle 6, manchmal sogar noch früher die Autos tauschen, echt nervig)
Tja, und inzwischen ist Ostern auch schon wieder rum. Freitag und Montag sind hier auch Feiertage, aber trotzdem sind, wie auch Sonntags, eine ganze Menge Geschäfte offen.

Wir haben ein paar ruhige Tage zu Hause genossen. Freitag und Samstag war super Strand und Radel Wetter und ich hatte meinen letzten Life Saver Dienst für diese Saison. Sonntag und Montag war es recht wechselhaft mit viel Regen (unbedingt dringend nötig, aber warum am Feiertag ?). Der Oster-Sonntags-Kaffee bei Familie Straub und deren Besuch aus Deutschland war wirklich sehr nett.


Für Aufregung sorgt hierzulande momentan ein Mord am Ostersamstag: ET (Eugene Terre-Blanche) war der Anführer der kleinen radikalen AWB (Afrikander Weerstandsbeweging), die aktiv für die Beibehaltung der Apartheit gekämpft hatte und nun Gebiete nur für Weisse propagiert. Er wurde von 2 seiner Farmarbeiter im Bett erschlagen.

Leider unternimmt aber auch die ANC Führung und Präsident Zuma nicht viel, um ihren radikalen und rassistischen Youth-League Führer Julius Malema zu stoppen. Der singt seit Wochen auf allen möglichen Veranstaltungen Anti-Apartheits Kampflieder in denen u.a. Zeilen wie „tötet die Bauern / Buren“ vorkommen. Und dies, obwohl ihm das schon von 2 Gerichten verboten wurde.
Solche Schlagzeilen so kurz vor der WM sind für viele Südafrikaner doch recht frustrierend. Denn da sind sich doch die meisten einig: auch die, die nicht an Fussball interessiert sind, wollen zur WM ein gutes Bild in der Welt abgeben.

In den Medien wird unglaublich viel WM Werbung gemacht, freitags soll man Bafana Bafana (Name der SA Fussballmannschaft) Trikos tragen (auch bei der Arbeit) und es werden jeden Tag Erfolgsmeldungen über Stadien, Strassen, … verbreitet. Aber es gibt auch durchaus kritische Reportagen über Mängel und Misswirtschaft bei WM Projekten.

Lassen wir uns überraschen, es dauert jetzt ja nicht mehr lange.

10.4.10 18:09
 


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