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Dezember 09: Sommerurlaub Teil 3, von Paarl zurück nach EL

Erste Station auf dem Rückweg war Montagu. Wie schon im April waren wir wieder in „deBos“, einer sehr schönen Guestfarm, die von einem Südafrikaner und seiner Schweizer Frau betrieben wird.

Hier haben wir uns mit Ralf und Kaja getroffen, die zum Klettern hergekommen waren. Beide kennen wir aus dem Alpenverein in Karlsruhe und sie leben seit nun schon mehr als 4 Jahren in Johannesburg. Mit ihnen haben wir dann am Heiligen Abend gemütlich gebraait.

Am 25.12. gab`s dann unsere größte Wanderung dieses Urlaubs, etwas über 16 km und 1.000 Höhnmeter bei sehr viel Sonne. Zunächst durch eine enge Schlucht mit Bäumen und tollen Felsformationen und später dann mit immer schöneren Weitblicken (und ohne Schatten) hinauf auf einen kleinen Gipfel.

Dann ging es nach Oudtshoorn, bekannt als Zentrum der Straußenzucht in SA. Dass es dort auch schöne Berge gibt ist einem oft gar nicht so bewusst, obwohl es die „Attraktionen“ Swartberg-Pass und Kango Caves je eigentlich nahe legen.

Nach einer Nacht in einem sehr schönen Mountain Ressort (auch dort eine kleine Wanderung direkt vom Zelt aus und schwimmen im richtig großen Pool) trafen wir uns dann mit 3 anderen Paaren aus East London um ein wenig 4x4 Trails zu fahren.

Wir kannten nur Tracy und Anthony und die beiden hatten uns eingeladen an der Ausfahrt des Land Rover Clubs mitzufahren, da kurzfristig ein Paar abgesagt hatte. Ein wenig Bedenken hatten wir ja schon, ob wir das packen und da ich ja leider das Auto 2 bis 3 mal im Jahr tauschen muss, wollte ich mir auch nicht zu viele Kratzer reinfahren.

Die Zufahrt zu dem Bushcamp war dann allerdings nicht weiter schwierig. Zwar durchaus 4x4 Strecke, aber ich musste nur an wenigen Stellen kurzzeitig den low range benutzen

Das Camp war absolut genial. Herrlich auf einer Kuppe gelegen. Für 2 Paare war Platz in einer Höhle, die teilweise durch etwas Mauerwerk geschlossen war. Die andern beiden Paare haben in südafrikanischer Manier gezeltet, d.h. vom Feldbett mit richtigen Bettdecken über die gasbeheizte Warmwasserdusche am Auto bis zum Klappregal war alles dabei. Und natürlich reicht nicht eine normale Kühlbox, nein, man hat auch noch eine richtige Gefrierbox dabei (schafft bis minus 18 Grad) die an der 2ten Batterie hängt.

Abends dann natürlich Braai und ein großes Lagerfeuer, da es hier auf 1.000 Meter und sternenklarem Himmel doch schon recht kalt war.

Am nächsten Tag gabs dann „endlich“ mal etwas anspruchsvollere Piste und ich habe es zum ersten Mal geschafft, dass beim Pajero der Warnton für Fahren im Grenzbereich angeht. Hat uns erst mal einen Riesen Schrecken eingejagt, wir dachten natürlich, da ist was kaputt. Für die ca. 15 km Runde haben wir gute 3 Stunden Fahrzeit benötigt. Bei der Wanderung am Nachmittag haben wir dann in der gleichen Zeit nicht viel weniger zu Fuß geschafft.

Gemeinsam mit anderen ging es dann nach 170 schönen Kilometern auf gut zu fahrenden back roads (nicht asphaltiert) in die Burchell Conservency Area. Dieses riesige Gebiet gehört einem wirklich faszinierenden Menschen: Katot Meyer, bekannt als „the man who has no shoes“. Weißgraue Haare, ein ebensolcher riesiger Bart, immer einen ironischen Spruch auf den Lippen und er trägt NIE Schuhe.

Katot ist ein echtes Orginal und er versucht in Zusammenarbeit mit Cape Nature und einigen Biologen in seinem und den umliegenden Gebieten die ursprüngliche Fauna und Flora wiederherzustellen. Nebenbei hat er viele Mountenbikerouten erschlossen und ist selber jede Menge MTB Langsteckenrennen gefahren (immer barfuss !!!). Außerdem hat er die alten Ochsenkarrenwege auf seinem Gebiet zu 4x4 Routen gemacht, die er in seinem uralten Landrover Defender auch regelmäßig selber befährt.

Der erste Anstieg im Schritttempo auf supersteiler Piste mit viel losem Geröll fordert den Pajero gleich mal richtig und der Warnton bleibt richtig lange an und erhöht den Stressfaktor. Richtig spannend ist dann ein kurzes Steilstück abwärts auf der anderen Seite. Zentimeter für Zentimeter „guiden“ Anthony und Rainer uns alle runter. Auf diesem Stück habe ich eigentlich nur auf die beiden geschaut und mich voll auf ihre Anweisungen verlassen.

Im Tal unten geht es dann mal vergleichsweise flott voran (bis zu 10 km/h) bis wir zu einem Wasserloch kommen, was eigentlich gar nicht so schlimm aussieht. Es stellt sich aber schnell raus, dass es so kurz und dabei gleichzeitig tief ist, dass die Autos quasi vorn und hinten gerade so durchpassen.

Rainer (er ist übrigens 71 Jahre alt !!) verliert hinten seine Triffstufe (ist aber nur aus Plastik und kann wieder angeklipst werden), Nick bleibt ganz stecken, da er mit seiner Anhängerkupplung hängen bleibt und wird von Rainer rausgezogen, ich selber verbiege ein wenig meine Plasti-Heckschürze und am besten (weil langsamsten) kommt Anthony durch.

Dann wieder einen übel steilen Hang (mit guiden und viel Pajero Piepsen) hoch, nicht ganz so steil wieder runter und eine kleine Bachüberquerung. Leider sah sie harmloser aus als sie ist und Anthony fährt sich so richtig fest. Ein grosser Stein klemmt sich so unter den Auspuff, dass er weder vor noch zurück kann.

Es dauert mehr als 1,5 Stunden mit Gebuddel, Auto aufbocken und Steine mit Abschleppseil rauszerren bis wir ihn wieder flott haben.

Nur ein paar hundert Meter vor dem Bushcamp dann noch ein echter Hammer. Die Batterie von Rainers Auto explodiert mit lautem Knall. Unglaublich ! Zum Glück sind Rainer und Nick halbe Automechaniker und haben auch genug Werkzeug und eine 2te Batterie dabei.

Als Ursache finden sie, dass der Startermotor sich gelöst hat (alle 3 Schrauben weg) und einen Kurzschluss verursacht hat. Es gelingt ihnen tatsächlich nach knapp 1,5 Stunden das Auto wieder ans laufen zu kriegen.

Inzwischen ist es stockedunkel und ganz vorsichtig fahren wir die letzten Meter ins Bush Camp. Dies besteht eigentlich nur aus ein paar wenigen halbwegs flache offene Stellen zwischen den Bäumen. Es reicht aber um die 4 Zelte aufzustellen. Leider sind wir alle zu kaputt und müde um noch ein schönes Campfeuer zu machen und gehen alle bald schlafen.

Am nächsten Morgen begutachte ich schon mal zu Fuß die angeblich leichte Escape Route. Sie sieht tatsächlich vergleichsweise harmlos aus. Als ich nach knapp 2 Stunden wieder zurückkomme schlafen noch immer alle.

Nach einem ausgiebigen und gemütlichen Frühstuck verabschieden Andrea und ich uns von den anderen, die noch eine Nacht bleiben und dann über die zweite Hälfte der 4x4 Runde rausfahren werden. Wir wollen aber am 30sten abends zu Hause sein, um am 31sten die Scheibe in EL eingebaut zu bekommen.

Daheim erfahren wir dann, dass die anderen sich dann auch für die Escape Route entschieden haben, weil Ihnen die andere Strecke zu riskant erschien.

Noch vor 3 Tagen hätten wir die Escape Route als stressig und anspruchsvoll bezeichnet. Im Vergleich zum Vortag ist sie aber wirklich einfacher.

Trotzdem brauchen wir mit dem Auto länger als ich morgens zu Fuß. Andrea zeigt, dass sie einiges gelernt hat und guided mich gut durch ein paar Engstellen. Und einmal müssen wir 2 kleine Steinrampen über einen spitzen Baumstumpf bauen.

Wir sind froh ohne Schäden wieder auf der Staubstrasse des Prinz Alfred Passes zu sein. Die restlichen 570 km nach EL sind eine reine (zügige) Spazierfahrt, wenn auch ein wenig laut, wg. der knatternden Folie an dem kaputten Fenster.

Es waren 2,5 sehr abwechslungsreiche Wochen und wir haben wieder mal sehr viele superschöne Ecken abseits der in Reiseführern beschriebenen Highlights gefunden. Die 3.500 km waren auf viele kleine Strecken verteilt, aber immer nur so kurz an einem Platz zu bleiben ist doch durchaus auch anstrengend. Somit haben wir es dann noch genossen 5 ruhige Tage hier in EL zu haben.

Bei der Arbeit ging es ja dann gleich sehr stressig für mich los. Ich musste schon am 2ten Arbeitstag zu einem Lieferanten nach Johannesburg fliegen. Und im ersten Quartal haben wir schon 6 Samstage eingeplant und die Schichten werden auch verlängert um die Tagesausbringung von 200 auf 220 Autos pro Tag erhöhen zu können.

 

20.1.10 21:08
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(25.1.10 14:17)
AAAAlso, wenn man die Info bekommt, dass was in eurem Blog steht, dann sollte man sich mit Zeit davor stezten......oder alles gleich ausdrucken......
Einiges hatten wir ja schon am Telefon erfahren, aber so detailiert wars dann doch nciht.
De Hoop hätten wir also doch noch reinquetschen sollen....., naja, man muß sich halt immer entscheiden und wenn man die Sachen nicht kennt fällt es schwer.....
An eurem 4x4 Drive fällt es mir scher den fun zu entdecken......ich finde es hört sich mega stressig an...
Also in diesem Sinne hoffe ich , dass ihr noch ein paar Wochen Urlaub macht in diesem tollen Land und man so recht einfach und bequem auch noch was lernt......=)
GuKI

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